2007

"1. Sandfestival Ruhr 2007" in Witten-Heveney

Ein Bericht von Andreas Walter

Dieses Jahr wurde der Kemnader See vergrößert: Vom See zum Meer.
Grund hierfür ist das 1. Sandfestival Ruhr.
Unter dem Motto "Meereswelten" werden vom 25. Juli bis 9. September in Witten-Heveney auf 7000 Quadratmetern Sandskulpturen präsentiert.

Mehr als 1500 Tonnen Sand wurden auf das Gelände direkt neben dem Freizeitbad gebracht und fachmännisch vorbereitet.
Der Spezialsand muss besonders kantig sein und auch die Zusammensetzung des Quarzes muss stimmen, damit die Skulpturen am Ende haltbar genug sind, um die gesamte Zeit zu überstehen.
Angeliefert wurde dieser Spezialsand aus Bottrop.

Regen schadet den Skulpturen übrigens nicht.
Sie profitieren eher von der Feuchtigkeit.
Vorteil: Die Erosion - das Abtragen des Sandes durch Wind - kann dann nicht so schnell einsetzen.
Ein heftiger Platzregen könnte allerdings Muster auf den glatten Flächen hinterlassen, die jedoch ständig wieder ausgebessert werden.
Die Sandskulpturen sollten auf jeden Fall sechs bis zwölf Wochen halten.
Unter günstigen Bedingungen überstanden in der Vergangenheit viele Skulpturen auch schon mehr als ein halbes Jahr unversehrt.

Unter der Leitung des dänischen Künstlers Martin Tulinius haben 23 Sandskulpturenkünstler - sogenannte Carver - aus aller Welt diese Skulpturen erschaffen. Dabei stehen jedem Sandskulpturenbauer 25 Kubikmeter Sand zur Verfügung, um eine Sandskulptur von Minimum vier Metern Höhe zu erschaffen.
Zusätzlich wurde ein zehn Meter hohes Gemeinschaftskunstwerk gebaut.

Ebenfalls als Thematik "George W. Bush", hier stilgerecht der Thematik entsprechend als "Octobush". Diese und eine weitere wurden 2 Tage nach der Eröffnung von Eindringlingen beschädigt. Ob es sich um "Bush"-Gegner gehandelt hat ist allerdings nicht bekannt. ;-)
Die Rekonstruktion wurde jedoch schnell wieder eingeleitet.

Es ist sehr interessant was man aus Sand alles erschaffen kann und man steht staunend vor den Skulpturen.
"Gewaltig" wirkt jedoch nur das Gesamtkunstwerk und man hätte eher gehofft dass man für 6 EUR Eintritt alle Skulpturen im Ausmaß des Gesamtkunstwerkes bestaunen könnte, so wie dies auch bei anderen Weltklasse-Sandskulputuren-Festivals üblich ist.
Dieses nicht ganz stimmige Preis-/Leistungsverhältnis ist jedoch schon der einzige Kritikpunkt. Vielleicht ist beim 2. Sandfestival Ruhr dann alles anders?
Mehr Infos:
www.sandfestival-ruhr.de