2003

"Disneyland Resort Paris"

Ein Bericht von Andreas Walter

Im Disneyland Park findet man auf 60 Hektar sehr viele Attraktionen, wobei jeder Winkel bis ins kleinste Detail ausgestaltet ist.

Auf dem Weg zum Park, erreicht man nach Durchschreiten des “Fantasia Garden” das “Disneyland Hotel”, welches gleichzeitg als Eingang zum Disneyland Park fungiert.
Das im viktorianischen Stil gehaltene Hotel beherbergt neben dem Eingangsbereich, die Information und Gepäckaufbewahrung.
Die erste “Fahrattraktion” ist nach Betreten des Parks die “Disneyland Railroad”
Bei einer Fahrt um das gesamte Areal herum, kann man sich schon mal einen ersten kleinen Eindruck verschaffen.
Fünf Themenländer enthält der Park, die unterschiedlicher nicht sein können.
Mit einem Dampflok betriebenen Zug geht erst durch das Frontierland, danach in den Dschungel des Adventureland, daraufhin wird Fantasyland durchfahren und zuletzt führt die Fahrt noch durch Discoveryland.
Hinter der Bahnstation beginnt die "Main Street U.S.A." mit Bauten, die an das Amerika Ende des 19. Jahrhunderts erinnern sollen.
Hier kann man das unbekümmerte Amerika stilecht erleben, so wie es der kleine Walt Disney während seiner Kindheit in Missouri erlebt hat.
Die "Main Street" ist eine im viktorianischen Stil gehaltene Straße (wie auch das "Disneyland Hotel"), in der der beginnende industrielle Fortschritt erkennbar ist.
Es gibt eine Pferdetram, aber auch die ersten Motor-Fahrzeuge queren die Strasse
Die von Edison erfundene Glühlampe habt schon stellenweise die Gaslampe abgelöst und in den Arcaden zu beiden Seiten der Geschäftsstrasse wird dem Besucher visuell verdeutlicht, wie die "Zukunft" im 21. Jahrhundert aussehen könnte.
Nach der "Main Street" gelangt der Besucher auf den "Central Plaza", von wo aus sternförmig Wege in alle Bereiche des weitläufigen Themenparks führen.
Von hier aus hat man natürlich einen wunderbaren Blick auf das Schloss von Dornröschen.
Am Nachmittag (gegen 17Uhr während unseres Aufenthalts), findet eine Parade statt.
Bei der "Prinzessinenparade" werden mit mehreren Prachtwagen die Disney Prinzessinen und deren Filme gefeiert.

Mit dem Schloss und dem dahinter sich befindenen Areal beginnt das Fantasyland, eine Welt in dem die Disney Zeichentrickcharaktere Wirklichkeit werden.
Unter dem Schloß befindet sich eine dunkle Höhle mitsamt feuerspeiendem Drachen.
In der 1.Etage im Innern des Schlosses findet sich die Geschichte von Dornröschen wieder.
Erzählt wird auf einem Rundgang mit Hilfe von gewaltigen Fensterbildern und Gemälden die Geschichte von Dornröschen.
Vom Balkon aus hat man einen wunderbaren Blick auf das Fantasyland.
Hier werden in mehreren Darkrides die Themen "Schneewitchen", "Pinocchio" und "Peter Pan" behandelt.
Ein Irrgaten erzählt hautnach die Geschichte von "Alice im Wunderland".
Bei "It's a small world" erlebt man bei einer Bootsfahrt viele Kontinente und wird dabei von den Kindern dieser Welt begrüßt.
Ein ständiger Themensong wird in der jeweiligen Landessprache gesungen.
Im "Storybookland" erlebt man bei einer Bootsfahrt die bekanntesten Märchen, aber leider nur in Form von kleinen statischen Dioramen.
Dort gibt es auch den "Casey JR. Coaster", der Zirkuszug aus "Dumbo", einer sehr netten Achterbahn für die Kiddies.

Verlässt man das "Fantasyland" entsprechend dem Parkplan nach Links, findet man sich im "Adventureland" wieder.
Eine der beiden Fahrattraktionen ist die Bootsfahrt "Pirates of the Caribbean".
Durch dunkle Gänge und Katakomben gelangt man immer tiefer in eine verlassene Festung.
Zunächst geht es vorbei an der "Blue Lagoon", welche gleichzeitig ein Restaurant beheimatet.
Anchliessend gerät man direkt hinein in einen unter Beschuss stehenden Seehafen.
Die Stadt brennt und mit einem Knall fliegt das gesamte Areal in die Luft.
Das Boot rast in eine windige Schatzhöhle hinein, wo der Piratenkapitän noch immer seinen Goldschatz bewacht.
Die einzige Wasserfahrt bietet sogar Schußfahrten, aber im Gegensatz zu vielen anderen Wasserfahrten in anderen Parks, wird man hier nicht die Spur nass.
Wer also auf eine Erfrischung hofft - hier erhält man sie nicht.
Auch bei der bekanntesten Wasserfahrt von Disney, dem "Splash Mountain", evtl. irgendwann in ferner Zukunft auch in Paris zu finden, wird man nicht wirklich nass!

Auch Erkundungen sind im "Adventure Land" möglich.
Hierzu bieten sich "Adventure Isle" und "The Robinsons' Tree House", sowie "Skull Rock".
Eine Attraktion ist das Baumhaus der Schweizer Familie Robinson.
Die Schiffbrüchigen fanden ein neues Heim auf einer kleinen Insel und errichteten inmitten eines 21 Meter hohen Baums ihr neues "Haus" aus den Resten ihres Schiffwracks.
Über Treppen gelangt man zu den einzelnen "Zimmern".
Die zweite Fahrattraktion ist "Indiana Jones et le Temple du Peril: Backwards"
Eine kurze Achterbahn mit Vertikallooping, welche die gesamte Fahrtstrecke rückwärts bestreitet.
Mit Lorenzügen fährt man durch eine verlassene Ausgrabungsstätte.

Nach dem "Adventure Land" gelangt man als nächstes ins "Frontierland".
Hier lebt der amerikanische Westen, jedoch ist der Goldrausch schon lange vorbei und das Bergwerk, sowie das kleine Bergarbeiterstädtchen sind seit 140 Jahren verlassen.
Eine verlassen Goldmine mit samt ausgedehntem Bergmassiv ist die Kulisse für die Minenachterbahn
"Big Thunder Mountain Railroad"
Nach dem man durch das "Fort Comstock", dem Sicherungsposten des Goldgräberstädtchens "Thunder Mesa", erhebt sich eben dieser 30 Meter hohe Berg
Zwei große Raddampfer, die "Mark Twain" und die "Molly Brown" befahren den "River of the Far West", welcher den Berg umgibt.
Am Rande von "Thunder Mesa" liegt auf einem kleinen Hügel noch ein altes Herrenhaus, das "Phantom Manor".
Dieses gehörte einst dem Besitzer der Goldmine, Mr. Ravenswood.
So hatte er eine Tochter und die Hochzeitsglocken läuteten schon.
Doch ihr Verlobter wollte nach der Heirat die Bergwerkstadt mit ihrer versiegenden Goldmine verlassen.
Dies brachte ihren Vater in Rage und am Ende hängt der Zukünftige an einem Galgen, und die Tochter geistert noch bis heute, rund 140 Jahre später, durch das Haus... .

Zum Abschluss und dazu geht man einmal über den "Central Plaza" und gelangt rechter Hand ins "Discoveryland".
Hier werden die Zukunftsträume von Jules Verne und anderen Visionären des 19. Jahrhunderts dargestellt.
Die Hauptattraktion ist "Space Mountain".
Hier wird man auf eine Reise zum Mond mitgenommen, frei nach dem Jules Verne Klassiker
Zunächst wird man mechanisch (da es 1995 noch keine LIM oder LSM-Technik gab (Rock’n’Rollercoaster) abgeschossen und innerhalb von drei Sekunden ins All befördert.
So fliegt das "Raumgefährt" duch Meteoritenschauer und kollidiert sogar mit einem Himmelskörper, kommt seinem angestrebten Ziel, dem Mond, sehr nahe und durchfliegt schließlich eine Maschinerie, die den Fall zur Erde abbremst.
Nebenan gibt es mit "Star Tours" eine weitere Topattraktion.
Dieser Flugsimulator entführt in die Welt der bekannten Star Wars-Saga.
Ein Filmabenteuer erwartet den Besucher bei einem Rundgang bei "Honey I shrunk the audience".
Im "Imagination Institute" erhält Wayne Szalinski, der bekannte Erfinder aus dem Disney Klassiker "Liebling ich habe die Kinder geschrumpft",die Auszeichnung für den Erfinder des Jahres.
Die Preisverleihung ist Teil dieser 20-minütigen Show, doch reibungslos soll dieser nicht über die Bühne gehen.
Im 360° Kino "Le Visionarium" triftt man persönlich auf Jules Verne und erlebt innerhalb einer 360° Panoramen-Vorführung eine Reise durch die Zeit.
Die Fahrattraktion "Autopia" war leider geschlossen.
Hier würde man sich normalerweise in Cadillacs auf einen Auto-Rundkurs begeben.
Auch Captain Nemos "Nautilus" war leider geschlossen.

FAZIT:

Das Disneyland Resort Paris ist immer eine Reise wert und selbst bei Wiederholungsbesuchen entdeckt man immer wieder etwas Neues.