2008

"Fantissima und Hotel Matamba 2008"
- im Phantasialand

Ein Bericht von Andreas Walter

Am 19.10.2008 war es soweit: Das Phantasialand-Presseteam lud zur Dinner Show "Fantissima".
Zusammen mit meiner Lebensgefährtin genossen wir einen wunderschönen Abend mit tollen Eindrücken, interessanten Gesprächen und einer anschließenden himmlischen Übernachtung im Hotel Matamba.

Aber eine Dinner Show - was ist das eigentlich?
Seit Jahren äußerst beliebt und somit voll im Trend bieten Dinner Shows meist eine gelungene Mischung aus Show und Speisen auf hohem Niveau.

Auch das Phantasialand hat sich bereits im Jahre 2004 dazu entschieden im ehemaligen Restaurant "Cristallion" (noch früher: "Petit Paris") eine solche Dinner Show zu inszenieren.

Daher ist das Ambiente schon von vornherein hervorragend aufgestellt gewesen.
Eine Abendkulisse auf einem Platz in französischem Gewand reiht sich um den Gast herum, ein Sternenhimmel trägt zur authentischen Stimmung bei.

In dieser Saison ruft Fantissima die Besucher auf: "Let's get into the groovy times".

Zur Einstimmung schreitet man über den roten Teppich, vorbei an Fackeln bis man dann den
Eingang erreicht.
Im Vorraum kann man zunächst ein Begrüßungsgetränk zu sich nehmen.

Zur Show wird man dann in den Saal gebeten. Dort befinden sich große runde Tische, welche um die halbrunde Bühne gruppiert sind.
Das festliche Gedeck standesgemäß bestehend aus Besteckteilen und Gläsern für jeden Gang.
In der Mitte des Tisches waren noch einmal die Menüfolge, sowie die Getränkekarte platziert.
Diese ließ keine Wünsche offen. Meinem persönlichen Geschmack nach hätte ich mir ein anderes Pils als "Stauder" bzw. eine zweite Auswahl (z.B. "Warsteiner" oder "KöPi") gewünscht. Aber wie gesagt, es handelt sich hierbei um den persönlichen Geschmack, man kann ja dann auch auf ein anderes Getränk ausweichen.

Wir begnügten uns mit Mineralwasser ("St. Pellegrino"), gerade aber auch um unseren Gaumen nicht zu sehr vom Geschmack der Speisen abzulenken.

Pünktlich um 19 Uhr begann das Showprogramm mit einer Eröffnungsgesangsnummer, welche vom Ballett begleitet wurde. Zur Show und den Künstlern etwas später mehr.

Nach der Eröffnung wurde der erste Gang serviert. Tisch für Tisch und perfekt synchronisiert bewegen sich die Servicekräfte durch den Zuschauerraum. Genauso synchron werden die Speisen dann pro Tisch serviert.

Unser Vorteil war, dass wir ein "normales" Menü, sowie ein vegetarisches Menü gewählt hatten. So konnte man einen direkten Vergleich zwischen fleisch-/fischhaltiger Kost und ebenso der vegetarischen Variante ziehen.

Der erste Gang ist ein "Baramundifilet, gebraten auf Staudensellerie-Tomatengemüse und rauchiger Wodka-Sahne".
Das Bild soll einen Eindruck vom Gericht vermitteln.

Der Fisch war kross auf der Haut angebraten und das Gemüse wunderbar frisch.
Von der Wodka-Sahne konnte man gar nicht genug bekommen.

Auf dem vegetarischen Sektor wurde eine "Gebackene Maispolenta auf Paprika-Tomatengemüse, mit Hibiskus-Curry-Butter" gereicht.
Beim ersten Bissen direkt die Feststellung: Es muss nicht tierisch daherkommen, es geht auch mal ohne. Allein das Aroma des Mais ist verlockend.

Nach dem nächsten Showblock der zweite Gang.
Eine "Samtsuppe von Zuckerschote und Romana mit Crépinettes vom Perlhuhn".

"Samt" ist hier wirklich Programm, denn das Süppchen kitzelt gar zart den Gaumen.

Parallel dazu die "Samtsuppe von Zuckerschote, Romana und Parmesansalat im Filoblatt",
die der "normalen" Suppe nichts nachstand. Der Unterschied für den Vegetarier an sich war bestimmt nicht erkennbar.

Ein Showprogramm weiter wurde der dritte Gang gereicht.
Es gab "Kalbsrücken auf Krautgemüse in pikantem Rahm und Sesam-Süßkartoffelscheiben,
Malzjus und Wilder Fenchelschaum."
Es ist absolut unglaublich, aber die Süßkartoffeln machen definitiv süchtig.
Die vegetarischen "Buttercrêpes mit Spitzkohl in pikantem Rahm, Süßkartoffelmousseline und Bourbon-Whiskey-Sahne" waren geschmacklich eine Sensation.
Und auch jetzt war wieder der persönliche Geschmack entscheidend, aber es war aber auch sehr schwierig zu beurteilen ob der Kalbsrücken oder die Crêpes besser schmeckten.
Hier mussten wir jedoch dem Kalb eine Abfuhr erteilen, denn die Crêpes waren einfach ein Gedicht.

Da das Beste bekanntlich zum Schluß kommt, wurden wir kurz vor dem Finale der Show mit dem Dessert beglückt.
Die "Augenweide" bestand aus "Dôme von Erdnuss und Zartbitterschokolade, Cheesecake-Mango-Passionsfrucht-Eis, Frenchtoast von Banane und Ahornsirup".
Alles in allem alles sehr köstlich, das Highlight hier der "Dôme".

Auch wenn sich vieles exotisch anhört und es vielleicht auch ist, es schmeckt um an den Titel meines Berichtes anzuknüpfen, mehr als großartig, mehr als phantastisch, es schmeckt einfach wie die Steigerung dieser Begriff, einfach fantissima!
Zwischendurch wurden natürlich auch immer wieder die Gläser gefüllt, die Kellner und Kellnerinnen waren wirklich sehr aufmerksam.

Nun aber zum "Rahmenprogramm" des Abends, den vielfältigen Showacts.
Vorweg sei eins gesagt: Nahezu, wir sagen mal 95%, der Fantissima-Künstler stehen für hochkarätiges Entertainment.
Das Besondere beim diesjährigen Programm ist, dass kein Conferencier durch den Abend führt, sondern die Übergänge zwischen den akrobatischen Darbietungen musikalisch geprägt sind.

Die Sängerin "Zeeteah" und der Sänger "Robert Hatcher" verkörpern mit ihren Stimmen das Lebensgefühl der 70er und 80er Jahre.

Während die verschiedenen Gänge gereicht werden, wird der Gast angenehm von der Live-Band "Melody Makers" mit sanften Klängen unterhalten.

Hervorzuheben ist zunächst der Künstler und Jongleur "Patrick Lemoine".
Mit Witz und Charme führt er seine Geschicklichkeit vor und auch so manchen Besucher - aber: Es ist ja nur Spaß und so kommt es auch rüber. Seine Art ist einfach symphatisch und entlockt neben den spannenden und extremen Akrobatiknummern der anderen Künstler jedem Gast ein lauthalses Lachen heraus.

Und noch viele viele weitere Künstler rahmen diese Show. Linksstehend dazu eine kleine Übersicht.

Eingerahmt wird das Bühnengeschehen vom JB-Ballett.

Wenn man die Show im Nachhinein reflektiert liest sich das gesamte Programm natürlich wie Gleichwertiges in einem normalen Varieté-Theater.
Jedoch ist das Gesamtkunstwerk "Fantissima" Varieté auf hohem Niveau und kombiniert mit dem herrlichen Speisenangebot eine hervorragend in Szene gesetzte Dinner Show.

Im Anschluss übernachteten wir auf Einladung des Phantasialandes im neuen afrikanischen Themenhotel "Matamba".

Betreten wird das Hotel durch eine große schwere Holztür.
In der Lobby fallen einem direkt die beiden runden Lehmhütten auf in denen die Rezeption stationiert ist.
Links von der Rezeption gelegen ist die Hotelbar "Jafari", welche sich harmonisch in die Lobby einfügt.
Die Zimmer sind teilweise gegen Aufpreis auch mit einem Balkon ausgestattet.
Dabei hat man einen wunderbaren Blick auf das Phantasialand und den Rest des Themenbereiches "Deep in Africa".
Dort befindet sich auch die Achterbahn "Black Mamba" des Schweizer Premium-Herstellers "Bolliger und Mabillard".

Besonders schön, praktisch und geräumig eingerichtet sind die Familienzimmer des Hotels.
Beim Betreten des Zimmers fällt der separate Bereich auf, welcher über ein zusätzliches Doppelbett für Kinder oder Erwachsene verfügt.
Die Badezimmer wurden sind mit einer sehr großzügigen Nasszelle versehen,
in der man theoretisch auch zu vier gleichzeitig duschen könnte.
Das edle Steinwaschbecken unterhalb des originellen Spiegels ist sehr schön gestaltet.
Eingerahmt wird der Sanitärbereich von großen braunen Wandfliesen, die mit einer Zebramuster-Bordüre abgesetzt sind und daher nicht zu dunkel wirken.
Die Zimmer sind klimatisiert.
Die französischen Betten sind von einem Holzgestell eingefasst, über dem sich ein Moskitonetz legt.
Ein weiteres authentisches Detail sind die Nachttischlampen in Form großer Öllampen.

Im Hotel selbst befindet sich noch das Restaurant "Zambesi".
Auf dem Weg dorthin durchquert man einen langen Gang.
Dort ist ein Kletter-Parcours in verschiedenen Schwierigkeitsgraden für Kinder installiert.

Dort wurde uns ein reichhaltiges und vor allem Gesundes Frühstück geboten.
Die große Auswahl an Obst und Gemüse

Auch der Hotelgarten ist sehr schön gestaltet.
Dort befindet unter anderem ein Klettergerüst nebst Hängebrücke.

Alles in allem ein sehr gelungenes Themenhotel und braucht sich vor seinem "großen Bruder" Ling Bao nicht zu verstecken!